Der Verein

Das Institut TTN wird von einem gemeinnützigen Verein getragen, der es sich zum Zweck macht, den Dialog zwischen Technik, Theologie und Naturwissenschaften zu fördern. An diesem Dialog beteiligen sich Persönlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Naturwissenschaftler und Ingenieure, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Geistes- und Sozialwissenschaftler, Pfarrer, Lehrer und viele weitere Personen, für die ihre individuelle Existenz als Christen und ihr Wirken in der Gesellschaft einen wichtigen Zusammenhang bildet.

Die Satzung des Vereins TTN beschreibt den Förderzweck folgendermaßen:

„Der Verein will die Voraussetzungen schaffen, dass die Ent­wick­lun­gen von Naturwissenschaften und Technik im Dialog mit Theologie und Kirche, sowie im Kontext der Human­wis­senschaf­ten untersucht werden können. Ziel ist es, Prob­lem­felder der technischen Zivilisation für den Menschen in Wirt­schaft, Wissen­schaft, Kirche und Gesell­schaft durch­schaubar zu machen. […] Eine interdisziplinäre Forschungs- und Studienarbeit ist dazu erforder­lich. Hierfür unterhält der Verein das Institut „Technik-Theologie-Naturwissenschaften“ (TTN) an der Lud­wig-Maximilians-Univer­sität München, das in Ko­operation mit der Evangelisch-Theolo­gischen Fakultät an der LMU München und anderen wissenschaft­lichen Einrichtungen tätig ist.“ Unter der Leitung des Geschäftsführers arbeiten am Institut junge Wissenschaftler und Theologen an aktuellen Fragen der Forschung in ethisch sensiblen Handlungsfeldern.

Die Rolle der Kirche

Von Anfang an war die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ein starker Impulsgeber und Unterstützter der Gründung von Verein und Institut TTN. Die Expertisen und Netzwerke einer wissenschaftlich ausgewiesenen Beratungseinrichtung sollen ihr dazu dienen, sich zu aktuell drängenden Technologie- und Wissenschaftsfragen, aber auch zu Wirtschaftsproblemen qualifiziert äußern zu können.

Der Bezug des Vereins zur Evangelischen Kirche findet aber nicht nur durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise statt. Im TTN begegnen sich Christen aller Konfessionen, kirchennahe und kirchenferne Persönlichkeiten als Partner im Ringen um die Geltung humanitären Prinzipien in der Gesellschaft. Darum versteht sich TTN nicht nur als ethischer Dienstleister von Akteuren und Institutionen im technischen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext, sondern auch als "Think Tank" im Feld der protestantischen Ethik.

Der Verein und seine Mitglieder

Die Mitglieder des Vereins treffen sich einmal im Frühjahr auf der Mitgliederversammlung, wo sie die Aktivitäten des Instituts TTN nicht nur diskutieren, sondern auch tatkräftig unterstützen. Sie erhalten regelmäßig das Journal "Forum TTN" mit aktuellen Themenbeiträgen und Informationen aus der Arbeit des Instituts, das zwei Mal jährlich erscheint. Außerdem werden sie über den TTN-Newsletter über aktuelle Diskurses über TTN-Themen auf dem Laufenden gehalten.

Mitglieder melden sich zu Wort, wenn sie sich durch den TTN-Blog zu Stellungnahmen herausgefordert fühlen. Im eigenen Online-Zugang finden sie die Möglichkeit, sich über TTN-Interna und eigene Anliegen vertraulich auszutauschen. Sie treffen sich auf Konferenzen, beteiligen sich in Arbeitskreisen und gestalten so eine lebendige und für intellektuell anregende Kontroversen offenen Kultur des interdisziplinären Dialogs.