Tierversuche

Wozu braucht man Tierversuche für die Grundlagenforschung?

Nach monatelangen Drohungen hat der Tübinger Hirnforscher Nikos Logothetis angekündigt, seine Affenversuche einzustellen. In einer Erklärung machte der Wissenschaftlers deutlich, dass er nicht etwa Kognitionsforschung an nichtmenschlichen Primaten für ersetzbar hält, wie das Tieraktivisten anschließend kolportierten, sondern dass er sich außerstande sieht, dem psychischen Druck weiter standzuhalten.

Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung unverzichtbar sind

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22.10.2014 erläutern der Tierphysiologe Prof. Dr. Gerhard Heldmaier (Universität Marburg) und der Biopsychologe und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Stefan Treue (Universität Göttingen, warum Tierversuche in der Grundlagenforschung unverzichtbar sind.

Mehr getötete Tiere für Tierversuche

Trotz der Möglichkeit, Tierversuche durch Tests an gezüchteten Organen zu ersetzen, steigt die Zahl der getöteten Tiere für Versuche: 2010 waren es 2,8 Millionen getötete Tiere, das ist eine Million mehr als noch vor 10 Jahren. Grund ist oftmals die schlechte Planung von Experimenten, wobei die Anzahl der benötigten Tiere meist nur geschätzt wird. Im schlimmsten Fall muss dann das Experiment aufgrund zu geringer statistischer Aussagekraft wiederholt werden.

Tierschutz: Neue EU-Richtlinie für Tierversuche verabschiedet

Die neue Richtlinie der EU zur Regelung von Tierversuchen ist umstritten: Befürworter halten sie für einen "Quantensprung" im Tierrecht, Gegnern geht der Schutz nicht weit genug. Jährlich werden in Europa circa 12 Millionen Tiere zu Versuchszwecken verwendet, inwiefern diesen die neue Richtlinie zugute kommt, bleibt abzuwarten.

Verbot der umstrittenen Experimente mit Affen von Behörde forciert

Die Bremer Gesundheitsbehörde legt Berufung gegen Genehmigungsvertrag der Affenversuche des Hirnforschers Andreas Kreiter ein. Ergänzende Gutachten sollen eingeholt werden.

Tierversuch in England: 18 Schweine für "Terrorismus-Forschung" in die Luft gesprengt

Erneut sorgt ein Tierversuch mit Schweinen für Diskussionen: In Großbritannien sind lebende Schweine in die Luft gesprengt worden, um den Effekt von Terrorattacken auf Menschen zu untersuchen.

Erst kürzlich hatten Forscher an der Universität Innsbruck bei einem Lawinenexperiment Schweine lebendig im Schnee vergraben - hier nachzulesen.

Züricher Bundesgericht: Verbot von Affenversuchen - Tierleid wiegt schwerer als Nutzen

Die Zürcher Hochschulen sind beim Bundesgericht gescheitert: Die umstrittenen Affenversuche bleiben verboten. Die Lausanner Richter entschieden, dass die umstrittenen Affenversuche am Institut für Neuroinformatik an der Universität Zürich und der ETH Zürich definitiv nicht durchgeführt werden können. Die Begründung des Urteils basiert auf einer Güterabwägung zwischem dem erwarteten Nutzen und dem Tierleiden. Dies kommt in der Bewilligungspraxis einem Paradigmenwechsel gleich, wie die NZZ erläutert.

Essay über Tierversuche: "Tiere im Labor"

Tierversuche sind ein Dauerthema der angewandten Ethik: In der "Weltwoche" widmet sich Winfried Ahne, emeritierter Professor für Zoologie und Virologie in München, der Frage nach der Aussagekraft von Tierversuchen.

 
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