Forschungspolitik

Forschungspolitik: Neue wissenschaftliche Expertise für die EU

Nachdem der Posten der wissenschaftlichen Chefberaterin der EU Kommission im letzten Jahr gestrichen wurde, soll nun ein neues, unabhängiges Expertengremium, bestehend aus sieben Wissenschaftlern, die Beratungsfunktion übernehmen. In Wissenschaftskreisen wird dieser Vorstoß angesichts der starken Interdependenz von Forschung und Politik grundsätzlich begrüßt. Hinsichtlich des Aufbaus und der Befugnisse der neuen Beratungsebene bleiben bisher jedoch noch viele Fragen offen.

Ethikerin Herlinde Pauer-Studer im Interview

Die Philosophin und Ethikerin Herlinde Pauer-Studer erhält eine begehrte EU-Top-Förderung. Im Standard-Interview sprach sie über das NS-Recht, ihre nichtgeradlinige Karriere und die Lage ihres Faches.

Herlinde Pauer-Studer (57) ist zurzeit Außerordentliche Professorin für Philosophie an der Uni Wien.

"Wissenschaftliche Lauterkeit": Kritik an China

China verfolgt das ehrgeizige Ziel, bis 2020 zur "Forschungssupermacht" aufzusteigen. Stand 2008 kamen bereits 11,5 Prozent aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen von chinesischen Forschern. Die medizinische Fachzeitschrift "The Lancet" hat China nun ermahnt, bei der Veröffentlichung wissenschaftlicher Studien einen besseren Schutz gegen Betrug sicherzustellen und verwies auf die sich mehrenden Betrugsfälle.

Forschungspolitik in Österreich: Sorge um Rückgang der Grundlagenforschung

Das Wissenschaftsmagazin "Science" berichtete vor kurzem von massiven Schwierigkeiten öffentlicher US-Unis angesichts gekürzter staatlicher Förderung und ebenso großen Problemen der großen, renommierten Privat-Unis in den USA wegen dahinschmelzender Stiftungsvermögen.

In Österreich sorgen sich Forscher nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise um einen Rückgang der Grundlagenforschung. Die Mittel würden systematisch in die angewandte Forschung verschoben. Eine Tendenz, die auch für Ethik als Wissenschaft nicht ohne Konsequenzen bleibt.

Klimawandel und Klimagipfel: Die Rolle der Forschung im politischen Entscheidungsprozess

Die Weltpolitik ringt derzeit in Kopenhagen um ein Maßnahmenpaket im Kampf gegen den Klimawandel. Die Rolle der Wissenschafter und der Forschung ist dabei eine zentrale: Sie mischen sich, so Ulli Kulke in der "Welt", zu viel in die politische Debatte ein und bedrohen damit eine der größten Errungenschaften der Zivilisation: die Demokratie.

Forschungspolitik in den USA: Förderung der Stammzellforschung

Der ehemalige Präsident Bush hatte die umstrittenen Versuche mit embryonalen Stammzellen vor acht Jahren einstellen lassen. Seine Begründung waren die ethischen Bedenken gegen die Stammzellforschung. Diese Ära der eingeschränkten Forschung ist nun vorbei: Die Behörden teilten in Washington mit, dass sie die Nutzung von 13 Linien embryonaler Stammzellen freigegeben hätten. Diese Zellen seien nach einem ethisch erprobten Verfahren gewonnen worden, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde NIH.

Forderung nach stärkerer Präsenz von Wissenschaft in der Gesellschaft

Auf dem Weltwissenschaftsforum in Budapest wurde eine stärkere Verortung der Wissenschaft in der Gesellschaft gefordert. Angesichts neuer Technologien soll durch verbesserte Bildung und Information die Bevölkerung verstärkt an der Forschung beteiligt werden.

DFG fördert "Open Access": Wissenschaftler sollen online publizieren

Die DFG spricht sich für das freie Publizieren von Forschungsergebnissen im Netz aus. Kritiker fürchten um Forschungsfreiheit und Zukunft der Wissenschaftsverlage.

Wissenschaftliche Beratung von Politikern in der Krise

Die wissenschaftliche Fundierung politischer Entscheidungen gestaltet sich schwierig. Politiker vermissen eindeutige Antworten, die Wissenschaftler oft nicht leisten können. Dies wird deutlich bei Wertedebatten, welche Themen wie Grüne Gentechnik, Stammzellforschung und Klimawandel begleiten und bei denen wissenschaftliches Faktenwissen lediglich als Diskussionsgrundlage dient. Vermittlung von Forschungsergebnissen an die Politik sollte durch entsprechende Institutionen erfolgen.

Stellungnahme von DFG, acatech und Leopoldina zur "Synthetischen Biologie"

Von den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und der Leopoldina wurde am 27. Juli 2009 ein Positionspapier zur sogenannten Synthetischen Biologie veröffentlicht, bei der chemische Moleküle mit Ingenieurmethoden zu biologischen Strukturen kombiniert werden.

 
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