Umwelt – Ernährung – Landwirtschaft

Tagungsbericht: Grüne Biotechnologie und Welternährung – Ein Workshop von STUBE Bayern und dem Institut TTN mit ausländischen Studierenden

Am Beispiel der Nährstoffanreicherung des Grundnahrungsmittels Cassava diskutierten Studierende vor allem aus Afrika, Asien und Lateinamerika die Fragen: Welchen Beitrag leistet die Forschung beim Problem der Mangelernährung? Stehen biotechnologische Methoden und die Interessen einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft unversöhnlich gegeneinander? Welche Rolle spielen Esskulturen? Der Workshop fand vom 8. bis 10. Februar 2013 im Studienhaus „Gut Schönwag“ (bei Wessobrunn) statt.

Emma Marris und Novel Ecology: Neue Konzepte des Naturschutzes

Emma Marris beschreibt in ihrem Buch "Rambunctious Garden. Saving Nature in a Post-Wild World" (2011) neue Konzepte des Naturschutzes: Die unberührte Wildnis, die der konservierende Naturschutz als implizites Paradigma aufweist, ist im Zeitalter des Anthropozäns längst eine Illusion. Ein adäquater Schutz der Natur hat dies zu berücksichtigen und Natur eher als "Garten" zu sehen: als Garten, den der Mensch angelegt und für dessen Pflege er aufzukommen hat.

Wasser als Ware?

Der Dokumentarfilm "Water makes money" berichtet am Beispiel Frankreichs und Deutschlands über die Folgen der Liberalisierung des Wassermarktes sowie die fragwürdigen Methoden, mit denen sich die großen privaten Wasserkonzerne wie Veolia oder Suez in Kommunen 'einkaufen'  - wobei der Konzern den Preis dafür, Wasser liefern oder Abwasser entsorgen zu dürfen später in mehrfacher Höhe von den Kunden zurückbekommt.

Ökolandbau als subventionsloses Zukunftsmodell

Der ZEIT-Artikel diskutiert den geringen Nutzen und die verschiedenen Nachteile der hohen EU-Argarsubventionen und zeigt am Beispiel eines deutschen Biobauernhofes, wie ohne Agrarsubventionen ertragreich sowie umwelt- und tierfreundlich moderne Landwirtschaft betrieben werden kann.

Ende des Wachstums einziges Mittel gegen Klimawandel - FAZ-Interview mit Dennis Meadows

Im FAZ-Interview erklärt Dennis Meadows, Autor der 1972 erschienenen "Grenzen des Wachstums", dass sich nur durch eine radikale Verringerung des Energie- und Rohstoffverbrauchs etwas gegen den Klimawandel tun lässt. "Wachstum verursacht Klimawandel. Wachstum ist der Krebs, Klimawandel der Kopfschmerz." Die Energiewende allein hält er nicht für erfolgversprechend, da sie hauptsächlich Elektrizität, nicht aber Wärme und Treibstoffe für die Industrie liefere. Für Meadows gibt es keine grüne Industrie.

Demonstration gegen industrielle Landwirtschaft

Im Rahmen der Berliner Agrarmesse "Grüne Woche" zogen ca. 25.000 Demonstranten gegen die industrialisierte Landwirtschaft, insbesondere gegen Massentierhaltung, Pestizideinsatz und Druck auf Kleinbauern vor das Bundeskanzleramt.  Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) betont dagegen die Vorreiterrolle Deutschlands in der Ökologisierung der Landwirtschaft.

Luftverschmutzung in China lässt Rufe nach Umweltschutz und einem anderen Wirtschaftsmodell laut werden - auch auf höchster politischer Ebene

Die Rekordwerte der Feinstaubbelastung, die derzeit in chinesischen Großstädten gemessen werden, zeigen die Notwendigkeit eines weniger umweltbelastenden Wirtschaftsmodells und umweltpolitischer Maßnahmen. Der künftige chinesische Präsident Li Keqiang lässt sich gar mit dem Satz zitieren: "Wir können nicht auf Kosten der Umwelt produzieren, bauen und konsumieren." Das Ausmaß des Problems könnte dem Umweltschutz in China Auftrieb verleihen.

Start des neues Webportals des Instituts TTN: Pflanzen. Forschung. Ethik.

Am 15. Januar 2013 startete unter www.pflanzen-forschung-ethik.de ein neues Webportal zur ethischen Diskussion moderner Pflanzenforschung. Das Streitthema "Grüne Gentechnik" wird ebenso behandelt wie auch andere Züchtungsverfahren.

Erfolgreiches "Weglügen" der Erderwärmung

Der ZEIT-Artikel "Die Klimakrieger", ein Paradebeispiel investigativen Journalismus', analysiert, wie von der Industrie bezahlte PR-Manager erfolgreich das Problem der Erderwärmung aus dem US-amerikanischen Bewusstsein verdrängen.

 
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