Umwelt – Ernährung – Landwirtschaft

Moral ohne Schuld? Exkulpationsnarrative in Ethikdebatten

Datum: 
13. November 2017 (All day) - 14. November 2017 (All day)
Ort: 
Evangelische Akademie Tutzing

Das gute Gewissen ist eine zweischneidige Sache: Es zeugt einerseits von dem Bestreben, auf moralische Herausforderungen nicht nur korrekt, sondern eben auch authentisch zu antworten. Andererseits wirkt es bisweilen wie ein billiger Ratgeber, weil es einfache Urteile bevorzugt, in denen der Urheber einer Gewissensentscheidung möglichst unangefochten dasteht. Dieses Bestreben nach Exkulpation befördert in öffentlichen Ethikdebatten eine Tendenz zur Moralisierung, die sich bisweilen an die Stelle einer differenzierten und fairen Urteilsbildung setzt.

International Summer School - BEYOND THE PRECAUTIONARY PRINCIPLE? Ethical, legal and societal aspects of genome editing in agriculture

Laufzeit: 
1. Oktober 2016 - 1. Oktober 2018

Recent advances in Genome Editing for agricultural purposes pose general questions in a new light: How should we regulate new breeding technologies for plants and livestock in a scientific way? What are the legal, societal and ethical backgrounds of the current food labelling practice in different countries, especially in Germany and the United Kingdom? Is food labelling an appropriate strategy to cope with uncertainty in risk discussions? Which alternatives could be suitable to respond to the specific protection needs of people, animals and the environment?

Vortrag von Stephan Schleissing auf BfR-Symposium "Neue Technologien zur Modifikation des Genoms"

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) veranstaltete am Dienstag, den 6. Dezember 2016, in Berlin-Marienfelde ein Symposium, bei dem die Methoden des sogenannten Genome Editing und ihre Anwendungen unter dem Aspekt der Risikobewertung von Lebens- und Futtermitteln diskutiert wurden.

Biopatente. Saatgut als Ware und als öffentliches Gut

Autor: 
Barbara Brandl, Stephan Schleissing (Hrsg.): Mit Beiträgen von: Hélène Berlincourt, Barbara Brandl, Eva Gelinsky, Maria K. Gerullis, Christine Godt, Rafael Häcki, Gregor Kaiser, Hansjörg Küster, Bettina Müller, Sebastian Pfeilmeier, Andreas Popp, Viola Prifti, Birger P. Priddat, Kathrin Reuter, Zoe Robaey, Stephan Schleissing, Axel Siegemund, Michael Stephan und Cristian Timmermann

Für die Wohlfahrtsentwicklung der Menschheit spielt die Kultivierung von Saatgut eine zentrale Rolle. Doch welche Anreize sorgen dafür, dass die biotechnologische Entwicklung und Züchtung von ertragsstarken Sorten bzw. einzelner Pflanzen vorangeht? Ein zentraler ökonomischer Anreiz ist der Schutz geistigen Eigentums. Durch ein zeitlich befristetes Monopol an der Nutzung ihrer Erfindung gibt das Wettbewerbsrecht Innovatoren die Möglichkeit, ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung zu refinanzieren.

Verlag: 
Nomos
Erscheinungsjahr: 
2016
ISBN Nr.: 
978-3-8487-3154-1

Neuerscheinung - Brandl/Schleissing: Biopatente. Saatgut als Ware und als öffentliches Gut

Für die Wohlfahrtsentwicklung der Menschheit spielt die Kultivierung von Saatgut eine zentrale Rolle. Doch welche Anreize sorgen dafür, dass die biotechnologische Entwicklung und Züchtung von ertragsstarken Sorten bzw. einzelner Pflanzen vorangeht? Ein zentraler ökonomischer Anreiz ist der Schutz geistigen Eigentums.

Umweltbundesamt: Bericht zum Klimawandel und seinen Folgen in Deutschland

Der umfangreiche, Indikator-basierte Monitoring-Bereicht informiert nicht nur über die empirisch ermittelten, regionalen Klimaveränderungen in Deutschland. Darüber hinaus wurden die Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur, aber auch für gesellschaftliche Bereiche wie Verkehr und Infrastruktur, Bauwesen und Finanzwirtschaft untersucht. Der Bereicht dient der Beurteilung der "Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel" (DAS), die 2008 beschlossen wurde.

TTN edition: Leben konstruieren? Deutungsmuster Synthetischer Biologie

Ausgabe 1 - 2015 der digitalen Publikationsreihe TTN edition widmet sich dem Themenfeld der Synthetischen Biologie. Der Band unternimmt den Versuch, mit Beiträgen von Nachwuchsforschern aus Ethik, Theologie und Philosophie wesentliche Elemente des entsprechenden Diskurses abzubilden und ausgewählte Fragestellungen der Debatte zu behandeln. Herausgegeben wurde der Band von Stefanie Herresthal und Tobias Graßmann.

Der Mensch-Natur-Zusammenhang neu gedacht: Müssen wir unsere Idee vom Artenschutz grundlegend revidieren?

Der britische Ökologe Chris Thomas schlägt eine Revision umweltpolitischer und umweltethischer Grundannahmen vor. Statt weiterhin einen konservativ ausgerichteten Umweltschutz zu betreiben, sollten wir die natüriche Dynamik nutzen und ihr eine positive Ausrichtung geben, indem wir unsere Umwelt aktiv und kreativ gestalten.

GV-Pflanzen sind nicht mehr von traditionellen Züchtungsprodukten zu unterscheiden - was bedeutet das für die Ethik?

Gentechnisch veränderte Pflanzen der zweiten Generation können exakt bestimmte Orte im Erbgut anzusteuern und die Erbinformation punktgenau verändern. So lassen sich Pflanzen erzeugen, deren Inhaltstoffe gesünder sind oder Umwelteinflüssen wie Hitze, Trockenheit oder Salzstress besser trotzen können.

Effektive Nahrungsproduktion: Wovon werden wir in Zukunft leben?

Kann unsere Erde die erwarteten 10 Millarden Menschen, die sie im Jahr 2050 bevölkern werden überhaupt ernähren? Diese Frage haben das Politikberatungs-Netzwerk agripol und der Ernährungswissenschaftler Toni Maier (Univ. Halle) im Auftrag des WWF untersucht und sind zu einem positiven Ergebnis gekommen - wenn auch mit Einschränkungen...

 
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