Tierethik

Schimpansen und ihr Umgang mit Tod: Wenn Affen trauern

Verschiedene Studien erforschten wie Schimpansengruppen auf das Sterben eines Artgenossen reagieren. Die Forscher rund um Dora Biro von der Universität Oxford beobachteten beispielsweise, wie Mütter ihre toten Babys monatelang mit sich herum schleppten. In einem anderen Fall versammelte sich eine Schimpansengruppe um ein sterbendes, altes Weibchen. Nach ihrem Tod verließ die Gruppe den Leichnam. Nur die älteste Tochter blieb in der folgenden Nacht bei ihrer verstorbenen Mutter.

Natürlich oder wider die Natur? Die Debatte über Homosexualität im Tierreich und "Natürlichkeit"

Die Wanderausstellung "Wider die Natur" behandelt das Thema der Homosexualität im Tierreich. Jon Mooallem, Wissenschaftsautor der New York Times, geht hierbei der Frage nach, inwieweit manche Biologen, Moralisten und Aktivisten das Sexleben der Tiere für ihr Weltbild nutzen und berührt dabei auch den problematischen Begriff der "Natürlichkeit".

Konferenz "Eine Geschichte der Tiere - eine Geschichte der Gefühle"

Datum: 
22. Mai 2010 (All day) - 23. Mai 2010 (All day)
Ort: 
Max-Planck-Institut für Bildunsforschung, Forschungsbereich "Geschichte der Gefühle", Lentzeallee 94, 14195 Berlin

Historische Perspektiven auf das 18. bis 20. Jahrhundert der Geschichte der Tiere sind Thema einer Konferenz im Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin.

Programm

Tierversuche und Massentierhaltung: Über die Tierschutz-Debatte in Deutschland

Die Diskussionen über Tierversuche und Massentierhaltung kochen wieder hoch. Beide Konfliktfelder zeigen nicht zuletzt die Bedeutung der unterschiedlichen Kontextualisierung der Tier-Mensch-Beziehung: Während der Kampf gegen Tierversuche promiment geführt wird, wird anderes Leid von Tieren gesellschaftlich nicht diskutiert.

Richard David Precht über Tierversuche

Der Publizist Richard David Precht schreibt in der "Zeit" einen Essay über Tierversuche, insbesondere über Versuche mit Affen: An Affen dürfen wir nur Experimente durchführen, die wir auch mit Menschen machen würden.

Interview mit Rainer Hagencord: Die Rolle der Tiere im christlichen Weltbild

Rainer Hagencord leitet in Münster das europaweit einzige Zentrum für theologische Zoologie. Die Tageszeitung "Welt" führte mit ihm ein Interview über die Seele von Tieren, die Praxis des Schlachtens und über die Rolle der Tiere im christlichen Weltbild.

EU-Hygienevorschrift: Kein Unterschied zwischen bäuerlichen Direktvermarktern und Schlachthöfen?

Die neue Hygienerichtlinie der EU überrascht auch manchen Tierethiker: Sie wirft Fleischhauer und bäuerliche Direktvermarkter mit großen Schlachthöfen in einen Topf. Wer Fleisch verkaufen will, und sei es nur von ein paar Ferkeln jährlich, muss für den Tierarzt etwa eigene Sanitärräume bereitstellen. Die in den meisten kleinen Betrieben übliche Trennung von Schlacht- und Zerlegeräumen ist verboten. Wer diese Auflagen bis Jänner nicht erfüllt hat, darf seinen Speck nicht länger verkaufen.

Wirtschaftsinteressen contra Artenschutz

Traurige Bilanz für Fische nach der Cites-Konferenz in Doha. Wirtschaftliche Interessen  dominieren gegenüber dem Schutz der vom Aussterben bedrohten Fischarten.

Artenschutz: Handel mit Rotem Thunfisch bleibt erlaubt

Der Rote Thunfisch gilt als stark bedroht. Erstmals könnte es passieren, dass die Menschheit einen Speisefisch so lange isst, bis nichts mehr von seiner Art übrig ist. Auf der Artenschutzkonferenz im Emirat Qatar sollte daher der Handel mit dem Roten Thunfisch verboten werden. Allerdings konnte bislang keiner der wichtigen Anträge die erforderliche Mehrheit bekommen: Die Vertragsstaaten des Artenschutzabkommens haben gegen mehr Schutz für den Roten Thun gestimmt. Und auch ein Verbot von Eisbär-Fleisch oder Felle konnte nicht durchgesetzt werden.

Kooperationstagung "Das Tier an sich? Neue wissenschaftliche Perspektiven der Mensch-Tier-Beziehung"

Datum: 
8. November 2010 (All day) - 9. November 2010 (All day)
Ort: 
Evangelische Akademie Tutzing

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