Tierethik

Max-Planck-Institut: Versuche an Affen werden eingestellt

Das Institut für biologische Kybernetik der Max-Planck-Gesellschaft wird zukünftige Laborversuche an Affen einstellen. Stattdessen soll zu Forschungszwecken mit Nagetieren gearbeitet werden. Genaue Gründe für den Versuchsstopp an Affen nannte der Institutsleiter nicht. In einer veröffentlichten Erklärung auf der Webseite der Max-Planck-Gesellschaft werden Anfeindungen durch Tierschützer kritisiert. Der Tübingener Oberbürgermeister Boris Palmer bedauert den Schritt, wohingegen die Landestierschutzbeauftrage in Baden-Württemberg sich erleichtert zeigt.

Ethik im Lehrgang für Amtstierärztinnen und Amtstierärzte in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat die Weiterbildung zum Amtstierarzt bzw. zur Amtstierärztin neu konzipiert. Diese Neukonzeption erkennt in Ethik eine Schlüsselkompetenz amtstierärztlicher Praxis. Entsprechend ist im neu erarbeiteten Lehrgang, der 2015 zum ersten Mal durchgeführt wird, ein eigenständiges Ethik-Modul vorgesehen.

Tier-Geriatrie: Wie sollen unsere Haustiere altern?

Nicht nur wir Menschen, auch unsere tierischen Begleiter werden immer älter. Die enge Bindung an den Menschen und die bessere veterinärmedizinische Versorgung bringt damit aber auch immer mehr Haustiere mit chronischen und degenerativen Erkrankungen hervor. Palliativmedizin könnte bald zu einem bedeutsamen Aufgabenfeld und einem profitablen Geschäft für Tierärzte werden.

Tagung: Das Nutztier als Mitgeschöpf. Herausforderung für eine Ethik der Mensch-Tier-Beziehung.

Datum: 
16. November 2015 - 13:00 - 17. November 2015 - 12:45
Ort: 
Evangelische Akademie Tutzing

Das Nutztier als Mitgeschöpf?

"Tiere sind unsere Mitgeschöpfe." Dieser Satz erfreut sich seit geraumer Zeit hoher Zustimmung. Bei Heimtieren wie Hund und Katze ist der Begriff der Mitgeschöpflichkeit, der Wertschätzung und Anerkennung transportiert, dabei unmittelbar einleuchtend. Aber wie steht es mit den Nutztieren?

Wolfsmonitoring: "Wir müssen wieder lernen, mit Wölfen zu leben"

Es gibt immehr Wölfe in Deutschland. Sie reißen Schafe und werden in Wohngebieten gesichtet. Wie ist ein Umgang mit ihnen möglich? Wie groß ist die Gefahr, die von diesen Tieren ausgeht? Bleibt der Artenschutz weiterhin bestehen?

Colin Goldner: Die heutigen Zoos sind nicht mehr zeitgemäß

Zoos vertreten ihren Standpunkt, den Menschen Tiere näherzubringen und gleichzeitig die Artenvielfalt zu erhalten. Doch zuletzt erst tötete ein Besucher im Frankfurter Zoo ein Nilpferd mit einem Tennisball, den er ihm aus Spaß in den Rachen warf. Zookritiker Colin Goldner beschreibt so einen Fall nur als Spitze des Eisbergs und spricht den Tierparks jeglichen Nutzen ab.

Blogprojekt: Ethik im Diskurs

In Kooperation mit der Website theologie-naturwissenschaften.de startet das Institut TTN ein Blogprojekt, in dessen Rahmen vier verschiedene ethische Themenstellungen in den kommenden Monaten schwerpunktmäßig diskutiert werden:

Wenn Tiere eine "Kultur" entwickeln

Kann man mit Bezug auf Tiere sinnvoll von "Kulturen" sprechen? Oder fehlen ihnen - trotz Beispiele des Werkzeuggebrauchs - hierfür die notwendigen kognitiven Voraussetzungen. Laut einer neuen Studie rund um Nicolas Claidìere von der Aix Marseille Université könnten sich manche Tiere unter geeigneten Bedingungen auch kulturell entwickeln.

Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung unverzichtbar sind

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22.10.2014 erläutern der Tierphysiologe Prof. Dr. Gerhard Heldmaier (Universität Marburg) und der Biopsychologe und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Stefan Treue (Universität Göttingen, warum Tierversuche in der Grundlagenforschung unverzichtbar sind.

 
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