Medizin – und Bioethik

Vortrag "Keimbahntherapie durch Gentechnik?" von Prof. Reiner Anselm jetzt online

„Bearbeitet nicht die menschliche Keimbahn!“ lautete die Forderung, die Edward Lanphier gemeinsam mit vier weiteren prominenten Kolleginnen und Kolleginnen diesen März in einem Nature-Kommentar lancierte. Die Forderung nach einem Moratorium bei Erbgut-Manipulationen erstreckt sich dabei keineswegs auf die Gentechnik als solche und auch nicht auf den grundsätzlichen Einsatz der mit dem neuen CRISPR/Cas-9 Verfahren gegebenen Möglichkeiten am Menschen.

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Reiner Anselm: Keimbahntherapie durch Gentechnik? Zur Achtung von Grenzen in einer technischen Kultur.

Datum: 
22. Juni 2015 - 18:30 - 20:00
Ort: 
Landeskirchenamt, Katharina-von-Bora-Straße 11, 80333 München

Es handelt sich um einen öffentlichen Vortrag im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins TTN. Der Eintritt ist kostenlos.

Interview mit Peter Singer: "Ein Embryo hat kein Recht auf Leben"

Die NZZ sprach mit Peter Singer über klassische Fragen der Bio- wie der Tierethik: Welchen Umgang schulden wir Tiere? Ist Sterbehilfe moralisch erlaubt? Führt PID langfristig zur Diskriminierung von "Behinderten"? Singers Antworten sind gewohnt prägnant - und werden kontrovers diskutiert.

Schimären für die Medizin: Ein japanischer Wissenschaftler will die Organtransplantation revolutionieren

Der japanische Forscher Hiromitsu Nakauchi hat in Bonn sein Forschungsvorhaben vorgestellt, das darauf abzielt individuelle, menschliche Organe in tierischen Spendern zu kultivieren. Bevor diese neue Technik jedoch für den Einsatz in der Klinik erwogen werden kann, müssen verschiedene ethische und rechtliche Probleme dieses Ansatzes gelöst werden und die medizinischen Vor- und Nachteile genauer untersucht werden.

Gentechnik: Forscher mahnen sich selbst zur Vorsicht

Mit der CRISPR-Methode ist heute eine einfache, schnelle und relativ präzise Manipulation des Erbguts von Zellen möglich. Neben Krankheitserregern und Nutzpflanzen können mit dieser Methode auch Zellen der menschlichen Keimbahn verändert werden. Nun sprachen sich führende Wissenschaftler gegen die weitere Erforschung dieses Einsatzgebiets aus. Neben ethischen und sozialen Bedenken dürften dabei aber auch ökonomische Interessen eine Rolle spielen.

Technik in der Pflege: Von Servicerobotern, sensorbasierten Überwachungssystemen und ethischen Fragen

Technik wird in der Pflege der Zukunft eine maßgebliche Rolle spielen. Serviceroboter oder sensorbasierte Überwachungssysteme können Pflegebedürftige sowohl in ihrer häuslichen Umgebung wie auch in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen unterstützen. Hierbei stellen sich jedoch auch neue offene Fragen.

Arne Manzeschke auf dem SZ-Forum Gesundheit: Robotik in der Pflege

In naher Zukunft, rund um das Jahr 2050, werden wohl 21,5 Millionen Deutsche älter als 67 Jahre sein. Diese Entwicklung stellt die Frage, wie eine solche Gesellschaft die Pflege von pflegebedürftigen Menschen bewerkstelligen kann. TTN-Mitarbeiter Arne Manzeschke diskutierte über diese Entwicklung am SZ-Gesundheitsforum.

 
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