Umweltschutz

Der Mensch-Natur-Zusammenhang neu gedacht: Müssen wir unsere Idee vom Artenschutz grundlegend revidieren?

Der britische Ökologe Chris Thomas schlägt eine Revision umweltpolitischer und umweltethischer Grundannahmen vor. Statt weiterhin einen konservativ ausgerichteten Umweltschutz zu betreiben, sollten wir die natüriche Dynamik nutzen und ihr eine positive Ausrichtung geben, indem wir unsere Umwelt aktiv und kreativ gestalten.

Christian Dürnberger: Rhetorik der Angst und Apokalypse in Umwelt- und Naturschutzdebatten

Kaum ein Gefühl ist in aktuellen Debatten um die Natur prägender als jenes der Angst. Woher kommt die von Naturschützern oft ins Feld geführte Sprache der Apokalyptik? In der Printausgabe wie auch auf der Website von NovoArgumente sucht Christian Dürnberger (TTN Mitarbeiter) nach Antworten.

Gentechnik im Dienst des Artenschutzes?

Als die amerikanische Kastanie Anfang des 20. Jahrhunderts durch einen Pilzbefall fast ausgerottet wurde, starb mit ihr ein wesentlicher Teil der charakteristischen amerikanischen Laubwälder. Nun wird der Baum mittels Gentechnik resistent gegen den Pilz gemacht, gegen den asiatische Vertreter der Kastanie bereits Abwehrmechanismen entwickelt haben. Das Besondere ist, dass in diesem Fall selbst amerikanische Umweltschützer die Aktion unterstützen, die der Gentechnik eigentlich kritisch gegenüberstehen - weil es hier um den Schutz der Artenvielfalt ginge.

Klimafreundliche Kraftwerke?

Um ihre Kohlekraftwerke klimafreundlicher zu machen, setzen immer mehr Energiekonzerne auf die Mitverbrennung von Holz und Pflanzenresten. Diese Strategie zur Aufbesserung der Klimabilanz sehen einige Fachleute jedoch kritisch. So stellt sich beispielsweise die Frage, ob das verwendete Holz tatsächlich den Nachhaltigkeitsstandards entspricht und ob es nicht effizientere Methoden der Verbrennung gibt.

Fischfangquoten deutlich gesteigert

Der Beschluss der europäischen Fischereiminister steht fest: Es darf wieder mehr gefischt werden, und zwar deutlich mehr. Die Fangquote für Heringe in der Nordsee ist beispielweise um 140% gestiegen. Dies wird von Umweltschutzorganisationen scharf kritisiert, da man nicht von einer nachhaltigen Erholung der Fischbestände sprechen könne, was allein einen solchen Beschluss rechtfertige. Auch setzten sich die Fischereiminister mit dieser Entscheidung gegen die EU-Vorgaben aus Brüssel durch.

Dramatischer Rückgang der Fischbestände

Wie aus dem am Montag vorlgelegten UN-Weltfischereibericht hervorgeht, ist die Situation der Fischbestände in den Weltmeeren so besorgniserregend wie noch nie. Schon jetzt stammt bereits die Hälfte der von Verbauchern konsumierten Fische aus Aquakulturen. Diese Tendenz wird vom WWF aufgrund möglicher Umweltbelastungen kritisch bewertet.

Geoethik: Eine neue Ethik angesichts Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Globalisierung?

"Wir brauchen eine Geoethik!" - so das Plädoyer des Schriftstellers und Geowissenschafter Gábor Paál in der "Zeit". Der Autor wendet sich in seinem Appell gegen nicht-anthropozentrische Ethikkonzepte und stellt stattdessen die zwischenmenschlichen Aspekte in den Fokus: Wir sollen so leben, dass es unsere Nachkommen nicht schlechter haben werden. Sein geforderte neue Grundhaltung inkludiert dabei die bislang nicht ausreichend stattfindende Ächtung von ökologischem Fehlverhalten.

Interview mit Elinor Ostrom: Klimaschutz beginnt im Lokalen

In einem Interview betont Elinor Ostrom die lokalen und regionalen Möglichkeiten, den Klimawandel zu bekämpfen. Sie mahnt, nicth auf globale Lösungen zu warten. Elionor Ostrom war die erste Frau, die mit einem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnet wurde.

Umweltbundesamt: Keine Pause beim Umweltschutz

Wie in der Jahrespublikation "Schwerpunkte 2010" des Umweltbundesamtes betont wird, darf es trotz Wirtschaftskrise keine Pause beim Umweltschutz geben. Die zentrale Bedeutung des Emissionshandels für Klimaschutzziele wird hervorgehoben, ebenso die Rolle der Landwirtschaft beim Klimawandel.

Algen für die Treibstoffgewinnung

Die Zeit: Von Algen erzeugte Biomasse soll der Treibstoffgewinnung oder der pharmazeutischen oder kosmetischen Industrie als Vorprodukt dienen.

 
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