stephan.schleissing's blog

Brauchen wir neue ethische Kriterien für die Genom-Editierung? Das TTN-Stufenmodell in der Kontroverse

Bereits 1997 legte das Institut TTN ein „Eskalationsmodell zur ethischen Bewertung der Gentechnik“ vor. Seitdem wurde das Verfahren kontinuierlich fortgeschrieben. Im Jahre 2009 veröffentlichte eine interdisziplinäre Expertengruppe um den Biologen Jörg Hacker und den Theologen Trutz Rendtorff unter dem Titel "Biomedizinische Eingriffe am Menschen" ein Stufenmodell zur ethischen Bewertung von Gen- und Zelltherapie.

Zur Diskussion: Grüne Gentechnik – Wie rational kann man darüber reden?

Die Debatte um die Grüne Gentechnik kann mittlerweile mit einem Theaterstück verglichen werden, das zwar neu inszeniert wird, dessen Inhalt und Ablauf dabei aber jedem Kenner vertraut ist: Es sind die immer selben Argumente, die aufeinander treffen. Die Einen sehen in der Gentechnik ein Arsenal der Pflanzenzüchtung, das ob Klimawandel, den Zielen der Nachhaltigkeit und ob des Bevölkerungsanstiegs eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts sei.

Diskussionsthema Energiewende - sind Kompromisse denkbar?

In den Diskussionen um die Politische Ethik wird der Antagonismus von Gemeinwohl und Eigennutz oft als „Krise“ des demokratischen Prozesses zum Thema, den es zu überwinden gilt. In soziologischer Perspektive wird jedoch deutlich, dass die dabei zutage tretenden Aushandlungsprozesse für die Integration und Problemlösung in einer liberalen Gesellschaft auch produktiv gelesen werden können.

Blogprojekt "Ethik im Diskurs": Fortpflanzungsmedizin. Wie gut ist Familie planbar? Von Social egg freezing und Familienbildern

In Kooperation mit der Website theologie-naturwissenschaften.de startete das Institut TTN ein Blogprojekt, in dessen Rahmen vier verschiedene ethische Themenstellungen in den kommenden Monaten schwerpunktmäßig diskutiert werden.

Die Energiewende – ein Bürgerprojekt auf dem Prüfstand

Wie geht eigentlich Energiewende? So richtig scheint es keiner zu wissen. Die Komplexität dieses Megaprojekts gleicht einem gordischen Knoten, den bislang niemand zu durchschlagen vermochte. Zuletzt ist Sigmar Gabriel, der neue Wirtschafts- und Energieminister, angetreten, den Knoten durch eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu lösen. Das EEG, das der Energiewende in ihrem Anfangsstadium Dynamik verlieh, bekam im Februar 2014  eine „Strompreisbremse“ verpasst, über deren Wirksamkeit freilich gestritten wird.

Zivilklauseln an Universitäten: Fördern sie den Frieden?

Ob Forschungsaufträge der Bundeswehr oder von Rüstungsunternehmen mit dem gesellschaftlichen Auftrag der Wissenschaft vereinbar sind, wird gegenwärtig leidenschaftlich diskutiert. 14 deutsche Universitäten haben mittlerweile so genannte Zivilklauseln in ihr Hochschulstatut aufgenommen.

Wohin führt die Ethisierung von Technikkonflikten? Beobachtungen aus laufenden TTN-Projekten

In Diskussionen um die Einführung neuer Techniken verbindet sich mit dem Ruf nach Ethik oft das Bedürfnis nach einem übergreifenden Konsens. Zugleich kann man beobachten, dass moralische Positionen Differenzen nicht einfach überbrücken, sondern bisweilen sogar zementieren. Will Ethik zu mehr als bloßer Moralisierung führen, dann wird sie in dieser Situation den Blick für die Verfahren schärfen, in denen Konflikte moderiert werden, auch wenn wertgebundene Differenzen bestehen bleiben. 

Erklärung zur Organspende - eine Bürgerpflicht?

Der Bundestag hat am 25. Mai 2012 eine Reform der Organspende in Deutschland beschlossen. Künftig wird der Bürger in regelmäßigen Abständen aufgefordert, seine Einstellung zur eigenen Organspende schriftlich zu dokumentieren. Eine Pflicht zur Entscheidung gibt es aber nicht. Doch ist es zumutbar, dem Bürger eine Entscheidung abzuverlangen, wenn das Kriterium des Hirntodes als Tod des Menschen umstritten ist?

Kommt Bewegung in die Risikodebatte um die Grüne Gentechnik?

Die EU-Kommission hat offensichtlich genug von der andauernden Kritik an ihrem Regime der biologischen Sicherheitsbewertung beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Im Juli 2010 hatte sie neue „Leitlinien zur Koexistenz“ empfohlen und damit den EU-Mitgliedsstaaten Möglichkeiten eröffnet, weitaus strengere Regeln für den Anbau von GVOs vorzuschreiben.

 
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