Gentechnik-Kennzeichnung neu denken: TTN-Geschäftsführer Schleissing nimmt auf DBV-Ackerbautagung Stellung zu ethischen Aspekte des Genome Editing

Vom 23. bis 24. Mai 2017 lud der Deutsche Bauernverband zur 5. DBV-Ackerbautagung in sein Haus der Land- und Ernährungswirtschaft nach Berlin ein. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung widmete sich den rechtlichen und ethischen Fragen von Genome Editing in der Landwirtschaft. Prof. Dr. Detlef Bartsch vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit trug zu aktuellen naturwissenschaftlichen und rechtlichen Fragen der neuen Züchtungsmethode vor. Anschließend berichtete der TTN-Geschäftsführer Dr. Stephan Schleissing aus einer aktuellen Online-Umfrage zum Thema "Genome Editing und Wahlfreiheit", die in den Monaten März bis April 2017 am Institut TTN gestartet wurde. Dazu äußerten sich 28 Experten aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie gesellschaftlicher Stakeholder und Vertreter von Verbänden. Die Umfrage machte u.a. deutlich, dass eine Kennzeichnung von Produkten, die mithilfe von Genome Editing hergestellt werden, im Sinne des deutschen Gentechnikgesetzes (GenTG) nicht widerspruchsfrei zu realisieren ist. Schleissing plädierte dafür das Verhältnis von Wahlfreiheit und informed consent beim Thema der GVO-Kennzeichnung neu zu durchdenken. Man müsse kritisch diskutieren, ob die Pflichtkennzeichnung im Zeitalter von Genome Editing noch ein geeigneter Weg sei, die Ziele des GenTG zu realisieren.

Die Folien seines Vortrags können hier runtergeladen werden.

Weitere Folien der Vorträge der 5. DBV-Ackerbautagung finden Sie auf der Seite des Deutschen Bauernverbands -> hier.

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Ackerbautagung 2017 Ethische Aspekte der Genomveränderung Schleissing.pdf1.2 MB