Vortrag "Keimbahntherapie durch Gentechnik?" von Prof. Reiner Anselm jetzt online

„Bearbeitet nicht die menschliche Keimbahn!“ lautete die Forderung, die Edward Lanphier gemeinsam mit vier weiteren prominenten Kolleginnen und Kolleginnen diesen März in einem Nature-Kommentar lancierte. Die Forderung nach einem Moratorium bei Erbgut-Manipulationen erstreckt sich dabei keineswegs auf die Gentechnik als solche und auch nicht auf den grundsätzlichen Einsatz der mit dem neuen CRISPR/Cas-9 Verfahren gegebenen Möglichkeiten am Menschen. Sie zielt allein auf den Verzicht dieses Verfahrens in der menschlichen Keimbahn. Warum damit Grenzen der Verantwortlichkeit überschritten werden, die die Freiheit zur Elternschaft tangieren, macht ein Vortrag des evangelischen Theologen Reiner Anselm, Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU München deutlich, den dieser auf der vergangenen Mitgliederversammlung des Vereins TTN hielt. Darin setzt sich Anselm auch mit der Frage auseinander, inwiefern das bewährte TTN-Stufenmodell "Gentechnische Eingriffe am menschen" fortgeschrieben bzw. verändert werden sollte.

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