GV-Pflanzen sind nicht mehr von traditionellen Züchtungsprodukten zu unterscheiden - was bedeutet das für die Ethik?

Gentechnisch veränderte Pflanzen der zweiten Generation können exakt bestimmte Orte im Erbgut anzusteuern und die Erbinformation punktgenau verändern. So lassen sich Pflanzen erzeugen, deren Inhaltstoffe gesünder sind oder Umwelteinflüssen wie Hitze, Trockenheit oder Salzstress besser trotzen können. Nach Ansicht von pflanzenforschung.de, die über die neuen Gentechniken berichten, werden geläufige Kritikpunkte an der grünen Gentechnik  dadurch gegenstandslos.: Bisher waren die nicht exakt vorhersagbare Position eines artfremden Gens im Erbgut oder die Übertragung von Genen zur Markierung der DNA ein Dorn im Auge von Gentechnikgegnern. Nun lassen sich Pflanzen mittels dieser neuen Methoden entwickeln, welche nicht mehr von denen zu unterscheiden sind, die durch klassische Züchtung entstanden sind und im Supermarkt verkauft werden. Die Erkenntnisse, die den neuen Methoden zugrunde liegenden sind dabei gar nicht so neu. Sie gehen auf Entdeckungen in den späten 80iger Jahren zurück. Ihre Nutzung zur Veränderung des Erbguts ist jedoch neu.