Vortrag von Stephan Schleissing anlässlich der Eröffnung des internationalen Jahr des Lichts der UNESCO im Deutschen Museum, München

Die UN-Generalversammlung hat das Jahr 2015 als „Internationales Jahr des Lichts und der Lichttechnologien“ ausgerufen, das am 27. Februar 2015 in einer feierlichen Veranstaltung vor 300 geladenen Gästen im Deutschen Museum in München  offiziell eröffnet wurde. Der Theologe und Geschäftsführer des Instituts TTN widmete sich in seinem Vortrag unter dem Motto 'Technik und Transzendenz' den kulturellen und religiösen Dimensionen beim Thema 'Licht'.

„Die DPG hat sich bewusst für diesen Termin entschieden, weil hier an diesem Tag ein wichtiges optisches Instrument eingeweiht wird: das Zeiss-Planetarium“, sagte Edward G. Krubasik, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die zusammen mit Deutschen UNESCO-Kommission die vielflätigen Aktivitäten koordiniert. Wir wollen das Jahr des Lichts nutzen, um junge Menschen und die Öffentlichkeit für neue Technologien zu begeistern und viele Beispiele für einen erfolgreichen und schnellen Technologietransfer von Forschung zur Anwendung zu zeigen.“

Der Fernsehmoderator und Astrophysiker Harald Lesch führte durch die Eröffnungsfeier. Grußworte hielten der Nanoforscher und Generaldirektor des Deutschen Museums, Wolfgang M. Heckl, der UNESCO-Vertreter Maciej Nalecz sowie Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) im Namen aller Mitveranstalter, zu denen die Helmholtz-Gemeinschaft ebenso gehörte wie die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz oder die Max-Planck-Gesellschaft.

Die wissenschaftliche Seite des Lichts beleuchteten der frisch gekürte Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell vom Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen, in seinem Vortrag über das sogenannte STED-Mikroskop, das ihm den Nobelpreis einbrachte, sowie Martin Roth vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), der mit den Gästen eine gedankliche Reise von Molekülen bis zu Galaxien und zurück unternahm. Die Sichtweise der Politik zeigte der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller auf, die der Industrie Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG. Mit einer weit sichtbaren Lichtinstallation lässt die Firma das Deutsche Museum einige Tage in ganz neuem Licht erstrahlen. „Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten“, gab Kirchenrat Stephan Schleissing vom Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften von der Münchener Ludwig-Maximilian-Universität in seinem Vortrag über Licht und Erleuchtung im Christentum zu bedenken.

AnhangGröße
Vortrag Jahr des Lichts 27_2_2015 Schleissing.pdf491.62 KB