Doktorandenseminar des Bayerischen Forschungsverbundes ForIPS

Am 24. und 25. April 2014 fand im Studienhaus Gut Schönwag bei Wessobrunn das erste Doktorandenseminar des Bayerischen Forschungsverbundes ForIPS statt. Das TTN führt in diesem Verbund unter der Leitung von PD Dr. Arne Manzeschke die ethische Begleitforschung zur Früherkennung möglicher ethischer, sozialer und rechtlicher Aspekte im Kontext biotechnologischer Forschung durch.

Die zweimal jährlich geplanten Workshops dienen der besseren Vernetzung der Doktoranden sowie der gemeinsamen Reflexion der Forschungsarbeit hinsichtlich möglicher ethischer, sozialer und rechtlicher Probleme.

Am ersten Tag stellten die Doktoranden der 13 naturwissenschaftlichen Teilprojekte aus den Bereichen der Stammzellbiologie, Neurowissenschaften, Humangenetik, Neurologie und Neuropathologie ihre Forschungsarbeit vor. Thema des Abends war der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft: Dr. Katharina Zöller, Gründerin von ScienceDialogue, berichtete von ihren Erfahrungen als Leiterin von Patienten- und Bürgerforen zur Grundlagenforschung bei Arthrose (EU-Projekt GAMBA) und sprach über Sinn und Zweck sowie mögliche Formen der Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und Laien.

Der nächste Tag war der ethischen Begleitforschung gewidmet. Nach einer kurzen Einführung in die Bioethik wurden die beiden ethischen Teilprojekte des ForIPS-Verbundes vorgestellt. Im Anschluss wurden Ziele, Methoden und Probleme der Bioethik in einem Vortrag von PD Dr. Arne Manzeschke vertieft. Den Abschluss bildete eine Arbeitseinheit in drei Gruppen, in der die Forschenden selbst aus der Perspektive eines Parkinson-Patienten (individuelle Ebene), eines Biobankvertreters (Organisationsebene) und eines Bürgers (gesamtgesellschaftliche Ebene) mögliche ethische Probleme ihrer Arbeit identifizierten und im Anschluss den anderen Gruppen vorstellten.