Ethik News

Die Ethik News liefern Nachrichten und aktuelle Informationen aus dem weiten Themenfeld der angewandten Ethik.

Großer Zuspruch für Tierwohl-Initiative

Die erste bundesweite branchenübergreifende Initiative "Tierwohl", wird nach aktuellem Stand von Tierhaltern gut angenommen. Der Landvolk-Pressedienst meldet anhand seiner Recherchen, dass deutlich mehr Tierhalter Interesse an diesem Programm haben, als zunächst erwartet wurde.

"Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt" - zum Tod des faszinierenden Philosophen Odo Marquard

Er war ein geistreicher, thesenstarker aber dabei immer zugleich werbender Philosoph. In seiner "Philosophie des Stattdessen", oder - früher noch - "Abschied vom Prinzipiellen" ging es eben nie um das Ganze, das es zu verwirklichen gelte, sondern um einen humanen Umgang mit den zutiefst menschlichen Kompensationen, ohne die die Suche z.B. nach Glück oder dem Guten nicht zu ertragen ist. Gerade Ethikdebatten um Technologiekonflikte konnten bei Marquard lernen, wie man das rechte Maß findet. Am 9.

Wozu braucht man Tierversuche für die Grundlagenforschung?

Nach monatelangen Drohungen hat der Tübinger Hirnforscher Nikos Logothetis angekündigt, seine Affenversuche einzustellen. In einer Erklärung machte der Wissenschaftlers deutlich, dass er nicht etwa Kognitionsforschung an nichtmenschlichen Primaten für ersetzbar hält, wie das Tieraktivisten anschließend kolportierten, sondern dass er sich außerstande sieht, dem psychischen Druck weiter standzuhalten.

Podiumsdiskussion: Probleme der Landwirtschaft

Bei einer Podiumsdiskussion, veranstaltet vom Katholischen Kreisbildungswerk in Kooperation mit dem Institut TTN, wurden zentrale Probleme der Landwirtschaft in den Fokus genommen: Mit welchen Erwartungen ist sie konfrontiert? Gibt es Entfremdungstendenzen zwischen Bürgern und Landwirten? Die Süddeutsche.de berichtet.

Max-Planck-Institut: Versuche an Affen werden eingestellt

Das Institut für biologische Kybernetik der Max-Planck-Gesellschaft wird zukünftige Laborversuche an Affen einstellen. Stattdessen soll zu Forschungszwecken mit Nagetieren gearbeitet werden. Genaue Gründe für den Versuchsstopp an Affen nannte der Institutsleiter nicht. In einer veröffentlichten Erklärung auf der Webseite der Max-Planck-Gesellschaft werden Anfeindungen durch Tierschützer kritisiert. Der Tübingener Oberbürgermeister Boris Palmer bedauert den Schritt, wohingegen die Landestierschutzbeauftrage in Baden-Württemberg sich erleichtert zeigt.

Pränatale Diagnostik: Bedeutet ein geringeres medizinisches Risiko eine größere ethische Herausforderung?

Die mögliche Zulassung eines Bluttest zur Diagnose von Trisomie 21 bei Föten als Kassenleistung belebt die ethische Debatte um den sogenannten Praenatest im Allgemeinen. In ihrem Essay reflektiert die Biochemikerin und Journalistin Kathrin Zinkant über die verschiedenen Argumentationsstrategien in diesem moralischen und gesellschaftspolitischen Diskurs. Dabei weist sie insbesondere darauf hin, dass die tatsächlichen Konsequenzen einer gendiagnostischen Untersuchung während der Schwangerschaft bisher unzureichend empirisch erfasst wurden.

Der Mensch-Natur-Zusammenhang neu gedacht: Müssen wir unsere Idee vom Artenschutz grundlegend revidieren?

Der britische Ökologe Chris Thomas schlägt eine Revision umweltpolitischer und umweltethischer Grundannahmen vor. Statt weiterhin einen konservativ ausgerichteten Umweltschutz zu betreiben, sollten wir die natüriche Dynamik nutzen und ihr eine positive Ausrichtung geben, indem wir unsere Umwelt aktiv und kreativ gestalten.

Schimären für die Medizin: Ein japanischer Wissenschaftler will die Organtransplantation revolutionieren

Der japanische Forscher Hiromitsu Nakauchi hat in Bonn sein Forschungsvorhaben vorgestellt, das darauf abzielt individuelle, menschliche Organe in tierischen Spendern zu kultivieren. Bevor diese neue Technik jedoch für den Einsatz in der Klinik erwogen werden kann, müssen verschiedene ethische und rechtliche Probleme dieses Ansatzes gelöst werden und die medizinischen Vor- und Nachteile genauer untersucht werden.

Was meint "wissenschaftlicher Konsens" bei Risikofragen der Grünen Gentechnik?

In der EU herrscht unter den Bürgern große Skepsis und auch Unsicherheit bei Risikofragen rund um das Thema Grüne Gentechnik.

 
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