MTEmotion - Funktionale Emotionen. Sachstandsanalyse und ethische Evaluation von Emotionen in der Mensch-Technik-Interaktion. (BMBF-Förderschwerpunkt »Mensch-Technik-Interaktion (MTI) für den demografischen Wandel«)

Laufzeit: 
1. Juli 2015 - 30. Juni 2016

Das BMBF-geförderte wissenschaftliche Vorprojekt MTEmotion hat zum Ziel, den aktuellen geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Stand der Emotionsforschung zu erheben sowie gegenwärtig geförderte Projekte zur Mensch-Technik- Interaktion darauf hin zu analysieren, mit welchem Verständnis von Emotion hier operiert wird und welche Zielsetzungen damit verbunden werden. Daraus wird ein Klassifikationsschema erarbeitet, durch das verschiedene grundsätzliche Elemente der Mensch-Technik-Interaktion erfasst werden sollen.

Durch die Allgegenwart digitaler Informationsverarbeitung, die Veränderung von User- Interfaces und Interaktionsschnittstellen sowie den Möglichkeiten der Spracherkennung, wird die Frage nach der Usability »emotionalisierter« Technik drängender. Eine systematische Reflexion von Emotionen und Emotionalität in der Mensch-Technik-Interaktion, die auch die eigenen Begrifflichkeiten und Zielsetzungen theoretisch und in Hinblick auf soziale und ethische Faktoren reflektiert, bildet nach wie vor eine große Lücke in der boomenden Auseinandersetzung der Interaktion von Mensch und Technik. Das Projekt MTEmotion stellt die Frage, wie zwei auf den ersten Blick so gegensätzliche Ansätze wie Emotion und Funktionalität zusammengedacht werden können. Was bedeutet es, wenn Emotionen funktionalisiert und Funktionen emotionalisiert werden?

In MTEMotion wird
1.) eine Sachstandsanalyse anhand von Literatur- und Dokumentenanalysen vorgenommen,
2.) werden Experteninterviews mit Forscherinnen und Forschern durchgeführt, um deren jeweiliges Verständnis von Emotionalität präzise zu erfassen,
3.) erfolgt eine Evaluation der Ergebnisse, die in die Erarbeitung des Klassifikationsschemas mündet.

Die Kooperations- und Interviewpartner werden zu zwei gemeinsamen Workshops eingeladen, die einerseits der Evaluation grundlegender Fragestellungen, aber andererseits auch der Vernetzung und dem prospektiven Aufbau eines Forschungsverbundes dienen.